Eigentlich galt dieser Baubericht ursprünglich der Super Cub BIG (Austria) von Pichler. Leider war die angekündigte bedruckte, hochdetaillierte Folie eine einzige Katastrophe. Die Folie sollte eher für eine PVC Einkaufstasche verwendet werden als für ein Modell dieser Größe. Die Bespannung hing auch nach mehrmaligem Nachspannen mit dem Föhn bereits nach wenigen Tagen wieder wie eine "labbrige Haut" am Modell. Nach dieser Enttäuschung hielt ich Ausschau nach einer neuen Super Cub und wurde bei Hangar 9 fündig.
Beschreibung des Herstellers:
Das Modell ist einfach zusammengebaut und sehr gutmütig in der Luft. Die tollen Scale-Details, wie das originalgetreu arbeitende Fahrwerk, die mitgelieferten Ballon-Reifen und der feine Übergang zwischen Rumpf und Leitwerk machen auch vor den Flugeigenschaften nicht halt: Diese Super Cub liebt langsame Überflüge, scale Starts und Landungen. Durch Ihre fügsamen Flugeigenschaften ist Sie Ihre perfekte Begleitung beim Einstieg in die Welt der Großmodelle.

Features:

  • Klappbare Easy-fit Flächenverstrebungen
  • Originalgetreues Fahrwerk mit Stoßdämpfern
  • Funktionale Klappen
  • Vollkörper Pilotenpuppe und Instrumententafel
  • Kann elektrisch oder als Verbrenner ausgebaut werden
  • Scale Aluminium Spinner enthalten
  • Eingebaute Schwimmer-Aufnahme

Der Bau beginnt mit dem Einbau der Scharniere in Querruder und Landeklappen. Da zeigt sich auch schon der große Qualitätsunterschied zur Pichler Piper. Diese haben schöne Nietenimitationen und kommen einem Scale Nachbau erheblich näher.

OK - der Preis der Hangar 9 Piper ist auch höher.

Die Stiftscharniere werden an den Gelenken mit einem Tropfen Öl behandelt um ein Verkleben zu vermeiden. Mit einem "Stundenklebeharz" werden die Scharniere eingeklebt.
Deutlich zu sehen, die zwei Ruderhörner auf Ober- und  Unterseite des Querruders. Das obere Ruderhorn erhält zwecks Scale- Effekt nur eine "Dummyanlenkung".
Zur genauen Montage der Querruder liegen Holzlehren dem Baukasten bei, die die Ruder bis zum endgültigen Aushärten fixieren.
Das fertig in Hohlkehle gelagerte Querruder
Das Einkleben der Landeklappenscharniere erfolgt ebenfalls unter Zuhilfenahme der Einstelllehren.
Wie schon erwähnt, ist die Anlenkung an der Fächenoberseite eine Dummyanlenkung, die später noch mit einer Hutze verkleidet wird.
Die Tragflächenstreben werden aus mehreren Einzelteilen zusammengebaut. Durch ein einfaches Montagesystem mit Bolzen und Splinten lassen sich die Streben einfach anklappen
Die sauber gelöste Strebenhalterung aus Metall
In der Zwischenzeit werden die rumpfseitigen Servoanschlüsse verlötet
Die Abdeckung der "Dummy-Anlenkung" für die Querruder ist angeklebt
Die Strebenhalterung wird einfach mit Metallbozen sowie Splint gesichert. Die gesamte Einheit lässt sich dann an die Fläche anklappen.
Diese präzise Motor Bohrschablone liegt dem Bausatz bei. Die Löcher für den verwendeten AXI-5345 sind in Eigenregie zu erstellen

Die beiliegenden Räder wurden gegen solche mit größerem Durchmesser ausgewechselt. Dazu mussten auch die Achsen neu angefertigt werden.

DIe gelben "CUB" Abdeckungen werden noch weiß lackiert.

Die Fahwerksdämpfung wird mit mehrfach gelegten Gummiringen realisiert.

Das fertig montierte Fahrwerk, inklusive der neuen Räder.
In dieser Aufnahme kann man die Funktionsweise der "Stoßdämpfer" erkennen.
Nochmals das Fahrwerk aus einer anderen Perspektive.
Die passgenaue Bohrschablone wird auf den Kopfspant gesetzt und die geplanten Bohrlöcher auf diesen übertragen.
Nach dem Bohren werden die Abstandshalter auf den Kopfspant montiert.
Als nächstes wird das Seitenruder für den Einbau vorbereitet.
Kleines Detail am Rande: Es besteht die Möglichkeit eine Beleuchtung einzubauen. Um diese evtl. später nachzurüsten wurde das Ruder voerst einmal zumindest verkabelt.
Die Anlenkung des Seitenruders erfolgt über ummantelte Stahlseile.
Das Seitenruderservo sitzt im hinteren Teil des Rumpfcockpits.
Etwas ungewöhnlich ist die Anlenkung des Spornrads gelöst. In der Praxis wird sich zeigen ob eine präzise Anlenkung möglich ist.
Im nächsten Schritt wird das Höhenleitwerk in allen Winkeln ausgerichtet und anschließend eingeharzt. Als Fixierungshilfe dienen zwei abgeschnittene Stecknadeln (gelb hervorgehoben)
Das Höhenleitwerk wird auf der Ober- und Unterseite mit vier Streben abgestützt.
Die fertigen Höhenleitwertksstreben
Zum Anpassen der Motorhaube wird der AXI versuchsweise auf die Motorschenkel geschraubt.
Die Ruderscharniere werden in die Leitwerkshälften eingeharzt
Das fertige Leitwerk beim Einstellen der Ruderausschläge.
Für die beiden 4 Zeller wird eine Akkubrett angefertigt, welches vorne in denn Motorspant greift und hinten mit dem "Steuerknüppel" verschraubt wird.
Der Regler legt hinter der Motorhaube direkt im "Auspuffschacht"
Aus Sicherheitsgründen wurde wieder der Emcotec Safety Switch verbaut.
Die Kabeinenverglasung wird mit Canoppy Glue angebracht
Der Safety Switch auf seinem Arbeitsplatz
Nachdem die beiden Landescheinwerfer auf Funktion überprüft wurden wird die Abdeckung angeklebt.

Das letzte Foto vom Bau der Supercub.

Im Frühjahr 2015 gibt es Bilder vom Erstflug

Der Erstflug erfolgte am 4.7. beim Sommerfest des MFC Pucking
Das typische laue Gefühl in der Magengegend beim Jungfernflug ist natürlich vorhanden !
... aber nicht notwendig, zwei Zacken Tief und die Piper flog ohne weitere Korrekturen.
Auch die Landung kein Problem.

Zusammenfassend:

Ein wunderschönes Modell mit ausgezeichneten Flugeigenschaften

 
 
   
   
   

 

 

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